Queerstreifen – THE BEAUTY OF BALLROOM
Bunt, lebendig und spektakulär: Teddy, Sun und Xyza haben die Vogueing- und Ballroom-Kultur, die sich einst in New York entwickelte, nach Südostasien gebracht. Sie nennen ihre Tanzgruppen „Häuser”. Und diese sind mehr als nur sichere Zufluchtsorte vor Homophobie, Transphobie, Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe und HIV-Stigmatisierung. Diese Häuser sind die Familien, nach denen sie sich immer gesehnt haben, nachdem sie unter schwierigen Umständen aufgewachsen sind. Diese Ballroom-Tänzer erwärmen unsere Herzen mit ihrer Hingabe für das, was sie lieben und brauchen: eine Familie, die sie unterstützt. Die warmherzige Feier der Vielfalt und Akzeptanz unter der Regie von Sze-Wei Chan aus Singapur feierte beim Busan International Film Festival mit überwältigendem Erfolg Premiere.
Ein sehr emotionaler und warmherziger Film zur bunten, faszinierenden Ballroom-Culture und der Kraft, die eine Familie gibt. In Malaysia flieht Teddy vor der Gewalt seines Vaters und kämpft in einem homofeindlichen Land darum, er selbst zu sein. Im Ballroom findet er nicht nur Selbstbestätigung, sondern auch die väterliche Nähe, nach der er sich so sehr sehnt. Die Filipina Xyza träumt davon, Model zu werden – doch man sagt ihr, mit ihrer dunklen Haut sei das unmöglich. In den internationalen Ballroom-Communities findet sie schließlich zu ihrem Selbstvertrauen. Mit neu entfachtem Feuer kehrt sie auf die Philippinen zurück, um dort eine Community aufzubauen, in der sich alle schön und geliebt fühlen können – unabhängig von Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. In Thailand nutzt Sun Ballroom, um seine vielschichtige Geschichte zu verstehen: als queere Person, als Kind einer Sexarbeiterin und eines Norwegers und zwischen seiner zerrissenen Herkunfts- und Pflegefamilie in Thailand und Norwegen. In seiner künstlerischen Sprache als Performancekünstler verschmelzen Buddhismus und Ballroom, während er seine Stimme erhebt, um das Leben seiner Mutter, von Transfrauen und anderen zu würdigen – Menschen, deren Stimmen oft ungehört bleiben.
