Queergestreift Filmfestival – SUMMER’S CAMERA
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters steht Summers Welt still. Erst zum Schulbeginn nimmt sie wieder seine Kamera in die Hand. Mit jedem Bild kehrt Bewegung zurück: in ihren Alltag, in ihre Gefühlswelt – und schließlich in sie selbst. Dann macht es „Zack“: Yeonwoo, der Fußballstar des Frauenfußballteams, löst plötzlich ein Kribbeln in ihr aus. Neugierig auf die gemachten Fotos lässt Summer den alten Film aus der Kamera ihres Vaters entwickeln und findet darauf mehr als nur Erinnerungen. Die Fotos führen Summer in die verborgene Vergangenheit ihres Vaters und eröffnen eine Welt voller Fragen. Ein freundlicher Unbekannter wird ihr Mentor und begleitet sie dabei, Trauer und Sehnsucht zuzulassen und den Mut zu fassen, sich selbst zu entdecken – ohne Druck, aber mit Rückenwind.
Dieses ruhige, poetische Coming-of-Age-Drama erzählt von einer zarten ersten Liebe und einer Familie voller Zwischentöne. Mit starken Bildern macht der Film spürbar, wie komplex Nähe sein kann – und wie befreiend es ist, die eigene Familiengeschichte neu zu lesen.
