Queergestreift Filmfestival – SCHWESTERN DER REVOLUTION / NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT
Am 17. Dezember 2025 verstarb Rosa von Praunheim und wir vom Queergestreift Team nehmen dies zum Anlass, ihm eine kleine Retrospektive als Hommage zu widmen.
Mit Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1971) schuf er einen ikonischen Spielfilm des deutschen queeren Kinos. Darin zieht es Daniel aus der Provinz nach West-Berlin. Er trifft auf Clemens, doch die große Liebe endet jäh, als sie versuchen die bürgerliche Ehe zu kopieren. Der schwule Liebesreigen beginnt und Daniel wandelt von einem flüchtigen Aben- teuer zu anderen. Daniel kommt in der schwulen Subkultur an, arbeitet tagsüber in einem Homo-Café, und geht abends in die Szenebars und zum Cruisen in die Parks. Dann schleppt Paul ihn in seine schwule Wohngemeinschaft ab, wo sie in der Gruppe ihre Probleme diskutieren. Was ist eigentlich ein emanzipierter Schwuler und sind die Schwulen an ihrer marginalisierten Situation selbst schuld?
Mit Schwestern der Revolution (1969) zeigen wir davor einen Kurzfilm, mit dem Praunheim erstmalig Aufmerksamkeit erregte und der bereits die für ihn charakteristische Kombination aus Ideenreichtum, filmischer Ästhetik und queerem Aktivismus aufweist.
